Geschichte Jeraschs

Die antike Stadt Gerasa wurde bereits in der Bronzezeit gegründet, erlangte aber erst später Bedeutung. Gerasa war Mitglied der Dekapolis, einem Verband aus zehn antiken Städten zwischen Damaskus und Amman, das damals noch Philadelphia hieß. Nach der Eroberung des Gebietes durch Alexander den Großen wurde der Städtebund nach griechischem Vorbild gebildet und man nimmt an, dass er ähnlich der deutschen Hanse funktionierte. Nach der römischen Expansion im Nahen Osten gewann die Stadt schnell an Bedeutung. Die heute noch erhaltenen Bauwerke wurden in dieser Blütezeit errichtet, welche nur ein paar hundert Jahre anhielt. Der dafür notwenige Reichtum ergab sich aus der guten Lage, wodurch man auch etablierten Handelsstädten wie Petra Konkurrenz machte und den gut zu fördernden Erzvorkommen in der Nähe der Stadt. Ein weiterer wichtiger Grund für den Wohlstand zur damaligen Zeit war der Römische Frieden, der es den Menschen erlaubte, in Sicherheit zu wirtschaften.

Die Bedeutung der Stadt war so groß, dass Kaiser Hadrian ihr 129/130 n. Chr. ihr sogar einen Besuch abstattete. Auf dem Gipfel ihrer Entwicklung erreichte die Stadt eine Ausdehnung von 800 km² und war Heimat von zirka 20 000 Einwohnern. Mit dem Auseinanderbrechen des Römischen Reiches veränderte sich auch die Bedeutung der Stadt Gerasa. Ihre Wertigkeit nahm ab und durch die persische Invasion 614 n.Chr. beschleunigte sich der Bedeutungsverlust. Im Jahr 749 n. Chr. suchte ein Erdbeben die Stadt heim und richtete schwere Verwüstungen an.

Auch wenn die alten Bauten, wie zum Beispiel durch die Kreuzfahrer, teilweise als Fundament für militärische Befestigungsanlagen missbraucht wurden, blieb Jerasch dennoch durchgehend besiedelt bis auf den heutigen Tag. Die heutige Stadt befindet sich neben der antiken Stadt, mit deren Bewahrung und Restaurierung im letzten Jahrhundert begonnen wurde.


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Totes Meer

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