Flora und Fauna im Roten Meer

Im Vergleich zum Toten Meer, das zwar nicht so tot ist wie es der Name einen glauben lässt, aber doch nur über wenige pflanzliche Organismen verfügt, ist das Rote Meer das blühende Leben. Insgesamt ist das Rote Meer gut 2200 Kilometer lang und hat im Nordosten eine 175 Kilometer lange Bucht, die Golf von Aqaba genannt wird und an deren Ende sich der jordanische Seezugang befindet. Das Rote Meer ist berühmt für seine Artenvielfalt und sein klares Wasser, was einem gewichtigen Umstand entspringt. Am Südende des Roten Meeres liegt das Bab al-Mandab (arab.: „Das Tor der Tränen“). An dieser Stelle, die den Übergang zum Indischen Ozean darstellt, verengt sich das Meer auf eine Breite von nur 29 Kilometer. Hinzukommt, dass das Gewässer an dieser Stelle nur 130 Meter tief ist und somit nur ein geringer Wasseraustausch zwischen dem Indischen Ozean und dem Roten Meer stattfinden kann. Dies hat zwei Ergebnisse zur Folge. Man findet so gut wie alle Arten, die auch die Fauna des Indischen Ozeans aufweist, mit dem Unterscheid dass es im Roten Meer noch eine Vielzahl Arten gibt, die nur hier vorkommen, da sie sich in dem relativ isolierten Meer eigenständig entwickelt haben. Die andere Folge ist, dass der Salzgehalt des Roten Meeres höher ist als bei den meisten Meeren (4,2% im Vergleich zu durchschnittlich 3 – 3,5%). Der hohe Salzgehalt hat den Effekt, dass das Wachstum von Plankton im Roten Meer vermindert ist, was natürlich für Taucher ein paradiesischer Umstand ist, da es eine bessere Sicht ermöglicht.
Insgesamt gibt es im Roten Meer 2000 Kilometer Korallenriffe, auch wenn diese zum Teil durch Fischerei und Tourismus, der sich nicht an die Vorgaben hält, gefährdet sind. Die Artenvielfalt des Roten Meeres umfasst Schildkröten, verschiedene Haiarten, Mantas, Delphine, Seekühe, Kraken, Muränen und eine schier unendliche Zahl an Fischen, die man sich in ihrer Vielfalt nicht vorstellen kann, wenn man sie noch nicht mit eigenen Augen gesehen hat.

Wadi Rum
Wer den Film “Lawrence von Arabien” gesehen hat, wird zweifelsohne einen Abstecher ins Wadi Rum machen wollen, aber auch wenn man die Abenteuer des T.E. Lawrence nicht gesehen hat und auch sein Buch “Die Sieben Säulen der Weisheit” nicht kennt, wird man sich leicht von der traumhaften Landschaften verzaubern lassen.

